Europacup 2001
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Die Gegner

Qualifikationsrunde FK Pelister Bitola
Bereits der bescheidene Verein aus Mazedonien wäre beinahe eine unüberwindliche Hürde geworden. Nach dem abgezoggten 0:2 Auswärtssieg wähnten wir uns bereits in der Ersten Runde des Uefacups. Nachdem es auch im Rückspiel 2:0 stand, schien der Sack zu und es durfte ein Torfestival erwartet werden. Aber es kam anders. Die Amateure aus Mazedonien schossen Tor um Tor und witterten Morgenluft. Oliver Stöckli war es zu verdanken, dass der FCSG nicht bereits in der Qualifikation zum UEFA-Cup ausschied. Mit dem Gesamtscore von 4:3 erreichten wir die Erste Runde.
Erste Runde Steaua Bukarest
Wenig Hoffnungen auf den Zweit-Runden-Einzug machten wir uns, als der Name des nächsten Gegners bekannt war. Die Leistungen in der Meisterschaft verhiessen nichts gutes. Der Gegner hatte in seinem Palmares immerhin einen Meistercupsieg aufzuweisen. Steaua -die Sterne- aus Bukarest stellten eine schwierige Hürde dar. Nachdem das Hinspiel zu knapp mit 2:1 zu unseren Gunsten ausfiel, hiess das Motto für das Rückspiel "Das Grosse Zittern". Gebannt sassen wir vor den Fernsehern und mussten mit ansehen, wie St. Gallen böse unten durch musste. Schlussendlich gab die bessere Physis den Ausschlag für unseren Verein. Mit einem verdienten 3:2 war der Aufstieg in die Zweite Runde vollbracht.
Zweite Runde SC Freiburg
Grosse Hoffnungen und grosser Jubel war überall zu vernehmen über unseren nächsten Gegner. Das Europacupfieber brach aus. Endlich ein deutscher Verein der unter die Schweizer Räder kommen sollte. Freiburg der grenznahe Provinzclub sollte zur Endstation werden. Ein Kontingent von 1700 Karten wurde uns für das Hinspiel zugesprochen. Die Karten waren im Nu an die Carunternehmer verkauft. Die Individuallfans mussten sich mit Brosamen begnügen.

Das Spiel in Freiburg war danach ein Vergnügen, das Resultat hat gestimmt, auch wenn sich der Fincke darüber mokiert hat. Die Stimmung unter den St. Gallern war grandios, obwohl sich der SC Freiburg bemüht hat die St. Galler in drei verschiedenen Sektoren unterzubringen.

Das Rückspiel war weniger erfreulich. Trotz früher Führung resultierte eine unverdiente 1:4 Niederlage gegen die Schwaben. Die Fincksche Betontaktik wurde belohnt. Das Gesamtresultat von 2:4 bedeutete das Ende der St. Galler Uefacup-Träume.

Die Zuschauer

3555, 4000 und 16066 Zuschauer besuchten die Spiele des FC St. Gallen in Zürich. Gesamthaft unternahmen zirka 18000 St. Galler die Reise nach Zürich. Beinahe 6000 Zuschauer unterstützten die Gastvereine.

Der schwache Zuschaueraufmarsch gegen Bitola liess sich erklären durch die verfehlte Preispolitik des FC St. Gallen, dem unbekannten Gegner und dem ungeliebten Letzigrundstadion.

Unerklärlich ist dagegen das Desinteresse beim Spiel gegen Steaua. Die Ticketpreise waren moderat und der Gegner attraktiv. Wer hatte bisher einen ehemaligen Europacupsieger am Werk gesehen? Zugegebenermassen sind die Glanzjahre des Bukarester Klubs vorbei. Die Reisefreudigkeit der Ostschweizer war aber penibel.

Kläglich wurde der St. Galler-Zuschauerauftritt im Heimspiel gegen Freiburg. Ein Fünftel der Tickets ging direkt an den Gegner. Vom Rest sicherten sich deutsche Zuschauer beinahe ein weiteres Fünftel. Der Hardturm war kein Heimstadion für den FC St. Gallen. Auf der Gegengerade kam während dem ganzen Spiel keine Stimmung auf, weil es zu viele deutsche Inseln gab. Auf allen Tribünen leuchtete Schwarz/rot.

Glücklicherweise sind Ostschweizer und Süddeutsche friedliebende Menschen. Ohne Ausschreitungen ging das Spiel über die Bühne, St. Galler können bittere Niederlagen inzwischen wegstecken. Was wäre aber geschehen, wenn das Spiel einen anderen Verlauf genommen hätte? Wären die deutschen Zuschauer friedlich geblieben? Wer wäre für Ausschreitungen in den "St. Galler-Sektoren" verantwortlich gewesen? Die Grasshoppers oder doch St. Gallen? Kaum gut ausgegangen wäre eine solche Sektorentrennung gegen Basel und schon gar nicht gegen einen holländischen Verein.

Der Grund für die deutsche Dominanz im Stadion war der zögerliche Ticketkauf der St. Galler. Viele Potentielle Matchbesucher standen schlussendlich ohne Ticket da. Die Deutschen hingegen nutzten das Internet für Ihren Ticketkauf, und freuten sich auf ihre Shopingtour an Allerheiligen mit anschliessendem Matchbesuch. Ein Ausflug der sich gelohnt hat.

Aussichten

Auch nächstes Jahr wird der FC St. Gallen kein eigenes Stadion besitzen. Wir werden weiterhin nach Zürich Reisen müssen um allfällige Europacup-Spiele unseres FC sehen zu können. Was müssen wir anders machen, das wir kein Zuschauerdebakel wie gegen Freiburg erleben.
  1. Wir müssen die Tickets frühzeitig kaufen.
  2. Der Ticketverkauf wird nicht mehr vom Grasshopperclub Zürich durchgeführt.
    (Die scheren sich nämlich einen feuchten Kehricht wer Karten erhält, Hauptsache es fliesst Geld in die Kasse.)
  3. Der öffentliche Ticketverkauf beginnt erst, wenn alle Mitglieder und Saisonkartenbesitzer des FC St. Gallen ihre Billette erhalten haben.
  4. Es gibt keinen Internetverkauf.
  5. In St. Gallen wird eine Ticketverkaufsstelle eingerichtet.
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Seitenverantwortlicher Marcel Weiss Kontakt äxtra grüä