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Periodisch wird sich Alfonscho über Fussball Gott und die Welt äussern und uns hoffentlich erfreuen oder ärgern! |
Der Sinn des LebensFrüher hab ich mich gekonnt über solche Zeilen hinweggesetzt. Ganz unter dem
Motto: "Ich bin jung, was soll ich mir darüber
Gedanken machen"
Heute, statistisch gesehen etwa bei Halbzeit des durchschnittlichen Lebens
eines Mannes in der Schweiz, mache auch ich mir so
meine Gedanken.
Macht es Sinn, einen grossen Teil seines Lebens beim Arbeiten zu verbringen? Wäre es nicht schön einfach alles stehen und liegen zu lassen und irgendwo in der Pampa seine Seele baumeln zu lassen. Wir sind uns an den heutigen Komfort und all die Annehmlichkeiten gewöhnt und streben stets nach noch mehr. Brauchen wir das wirklich? Sind wir damit glücklicher? Oftmals Menschen die fast nichts ihr Eigen nennen können machen uns vor was die heutige Gesellschaft sträflich vernachlässigt und nicht mehr fähig dazu ist. Nämlich mit wenig zufrieden sein. Was braucht es um zufrieden zu sein? Genügend zu Essen und zu Trinken, ein Dach über dem Kopf, Strom und im Winter eine Heizung. Was aber noch viel mehr zählt ist Geborgenheit und Liebe. Fehlen diese Eckpfeiler stürzt das ganze Kartenhaus innert kürzester Zeit in sich zusammen. Daher glaube ich, dass diese nicht materiellen Werte immens wichtig sind. Liebe und Geborgenheit lässt sich nicht kaufen. Reichtum und Konsumrausch machen uns nur für kurze Zeit und nur scheinbar glücklich. Die Kinder von Heute, wachsen noch viel extremer mit diesem Konsumverhalten auf als meine Generation. Daran etwas zu ändern ist nicht einfach. Schliesslich will ja niemand sein Kind benachteiligen und es für andere zum Aussenseiter machen. Die heutige Jugend wächst mit Game Boy, Play Station, X-box, Computer und Internet, Handy, MP3 Player, DVD und was weiss ich noch alles auf. Zusammen mit dem Fernsehen schwappt so eine unglaubliche Informations- und Unterhaltungsflut über die Kinder und Jugendlichen. Die Filme auf der Mattscheibe und im Kino, aber auch die Videospiele werden immer brutaler, stumpfen ab und werden als normal taxiert. Wie soll sich ein Kind mit diesen Einwirkungen zurechtfinden? Eltern sind gefordert. Aber teilweise hat man selber keine Chance. Wer weiss was bei den Nachbarn auf DVD für Filme laufen? Verbietet man selber Filme und Spiele, finden die Kids von Heute irgendeine Möglichkeit diese Verbote zu umgehen. Was waren das noch für Zeiten als im Fernsehen nebst den schweizer Sendern noch die öffentlich rechtlichen Sender aus Deutschland und Österreich zu sehen waren. Wurde mal ein guter Film ausgestrahlt, machte dieser am nächsten Tag in der Schule die Runde. (Heute ist es fast ein Zufall wenn mehrere den gleichen Film reinziehen.) Ein Film wie Emanuelle wurde schon Wochen zuvor angekündigt und die Moralapostel liefen fast Amok. Der Walkman kam auf und die ersten CD Player konnten für teures Geld gekauft werden. Video gehörte bald zum Standard von DVD war aber noch lange Zeit nicht die Rede. Computer zu Hause? Zu jener Zeit Fehlanzeige. Handy? Die ersten tragbaren Natel C machten die Runde. (So schwer und unhandlich dass der Bizeps gleichzeitig trainiert wurde.) Video Games? Ach ja, in den Spielsälen gab es schon damals, für Heutige Verhältnisse unglaublich einfache Spiele. Flipperkästen waren noch eher im Trend. Ein verlässlicher Partner ist der Fussball. Was hab ich schon alles ertragen müssen. Wer sich wie ich den FC St.Gallen als Verein ausgesucht hat, weiss wovon ich rede. Natürlich macht auch hier der "Fortschritt?" nicht halt. Ein neues Stadion entsteht. Der Namen wurde durch einen Sponsor gekauft. AFG Arena statt Espenmoos. Cüpli statt Bier. Sitzplätze anstelle der Stehplätze. Ob die Ambiance im neuen Stadion wieder so gut wird wie im baufälligen, maroden aber trotzdem ehrwürdigen Espenmoos, wird sich zeigen müssen. Ich hoffe nicht dass der Sponsorendruck dazu führt, dass die schönste Nebensache der Welt zu einem weiteren Konsumartikel degradiert wird. Ohne Stimmung im Stadion fehlt der Pfeffer. Und was für ein Fazit ziehe ich? Zum einen das Leben geniessen ? man hat nur eines. Zum anderen froh darüber zu sein das man gesund ist. Wie schnell kann ein Unfall oder eine schlimme Krankheit das Leben innert kürzester Zeit um 180 Grad drehen. Wie oft hört man von Menschen die nur noch eine bestimmte Zeit zu leben haben, dass sie nun das Leben noch richtig geniessen und alles viel intensiver erleben möchten. Muss man wirklich zuerst in eine solche Situation kommen um dies zu erkennen? Euer Alfonscho 26. April 2006 |
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